Hauptfachabteilung Allgemein-, Viszeral- und Gefässchirurgie

Erkrankung der Halsschlagader (Carotisstenose)

Ein weiterer Schwerpunkt in unserem Haus stellt die Behandlung der Engstellen im Bereich der Halsschlagader (Carotis) dar. Aus vielen weltweiten Studien wissen wir heute, dass das Risiko für einen Schlaganfall vom Ausmaß der Enge (Stenosegrad) der Halsaschlagader abhängt. Schon vor einem Schlaganfall können Verschlussprozesse im Bereich der Halsschlagader neurologische Ausfälle verursachen. 

Leitende Oberärztin Dr. Christine Tabken

Symptome

Hierzu gehören vorübergehende Sprachstörungen, Halbseitenlähmungen oder einseitige Sehstörungen. Nach dem Auftreten derartiger neurologischer Auffälligkeiten ist das Aufsuchen eines Facharztes dringend erforderlich.

Diagnose

Zur gründlichen Erhebung der Anamnese, also der Krankheitsvorgeschichte und der persönlichen Risikofaktoren, gehören im Folgenden apparative Untersuchungen. In unserer Sprechstunde können wir durch eine unkomplizierte Ultraschalluntersuchung den Grad der Engstelle abschätzen und den Plaque in seiner Beschaffenheit identifizieren. Mit einer Gefäßdarstellung im Kernspin oder dem Computertomogramm lassen sich sowohl hochgradige Engstellen und Gefäßverschlüsse als auch durchblutungsgestörte Areale des Gehirns zuverlässig abbilden.

Die Angst vor einem Schlaganfall bedeutet für die Patienten mit der Diagnose Carotisstenose eine erhebliche psychische Belastung. Zusammen mit Kollegen anderer Fachabteilungen betreuen wir diese Patienten ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung und führen sie zeitnah der notwendigen Therapie zu.

Operationsverfahren

Operative Maßnahmen an der Halsschlagader erfolgen in der Regel in Allgemeinnarkose. Hierbei wird nach Eröffnen der Halsschlagader das verengende Plaquematerial vollständig entfernt. Um durch das Nähen eine erneute Einengung zu vermeiden, wird eine sogenannte Streifenplastik angelegt. Nach der Operation verbleibt der Patient eine Nacht auf unserer Intensivstation, um eine permanente Überwachung gewährleisten zu können.

Aufenthalt in der Klinik

Nach vier bis sechs Tagen kann der Patient üblicherweise unsere Klinik verlassen und seinen nomalen Alltag wieder bewältigen.