Hauptfachabteilung Allgemein-, Viszeral- und Gefässchirurgie

Wo entstehen Magentumore genau?

Die Magenwand besteht aus verschiedenen Schichten. Vereinfacht dargestellt liegt innen die Schleimhaut, in der Mitte die Muskulatur und außen das Bauchfell. In den einzelnen Schichten können jeweils Tumore entstehen.

Am häufigsten gehen die Tumore von der Schleimhaut aus. In der Regel handelt es sich dabei um Magenkrebs. Selten können Tumore auch von der Muskulatur der Magenwand ausgehen, meist in Form sogenannter „gastrointestinaler Stromatumore“ (GIST).

Symptome

Gerade bei kleineren Tumoren bestehen keine spezifischen Beschwerden. Zum Teil treten ein Druckgefühl oder Bauchschmerzen auf. In seltenen Fällen kann es auch zu Blutungen kommen, die sich in Form von Teerstuhl oder Bluterbrechen äußern.

Diagnose

Häufig fallen die Tumore bei einer Magenspiegelung auf. Ergänzend werden eine Ultraschalluntersuchung und eine Computertomographie (CT) des Bauchraums durchgeführt.

Operationsverfahren

Die beste Behandlungsmöglichkeit für die Tumore der Muskulatur der Magenwand ist die Operation. Anders als beim Magenkrebs reicht es hierbei aus, lediglich den Tumor mit einem gewissen Sicherheitsabstand zu entfernen. Soweit möglich führen wir den Eingriff über kleine Schnitte am Bauch (laparoskopisch) durch.

Operationsverfahren im Detail

  • Magenteilentfernung mittels Bauchspiegelung (laparoskopische Wedgeresektion): Über mehrere ein bis zwei Zentimeter lange Schnitte werden eine HD-Kamera und verschiedene Arbeitsinstrumente eingeführt. Dann erfolgt durch die Kollegen der Inneren Medizin (Gastroenterologie) im Operationssaal eine Magenspiegelung zur genauen Bestimmung der Tumorlage. Mit Hilfe von Klammernahtgeräten wird der Tumor somit ganz gezielt und unter Schonung des restlichen Magens entfernt.
  • Magen(teil)entfernung über einen Bauchschnitt (konventionelle Magenteilresektion oder Gastrektomie): Sollte die Operation über eine Bauchspiegelung zum Beispiel bei ausgeprägten Verwachsungen oder wegen der Tumorlage nicht möglich sein, wird ein Schnitt in der Mittellinie am Bauchnabel vorbei angelegt. Der Tumor wird dann mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand ausgeschnitten. Die dadurch entstandene Öffnung im Magen wird vernäht. Bei sehr großen Tumoren kann es unter Umständen erforderlich sein, (fast) den ganzen Magen zu entfernen (Gastrektomie). In diesen Fällen wird abschließend der Dünndarm an den Magenrest oder die Speiseröhre genäht.

Wie geht es nach der Operation weiter?

Das bei der Operation entnommene Gewebe schicken wir zu den Pathologen für eine feingewebliche Untersuchung. Nach dem Erhalt der Ergebnisse besprechen wir Ihren Fall individuell in der Tumorkonferenz  im Haus. In vielen Fällen wird  eine spezielle Tablettenkur zur Nachbehandlung empfohlen.