Hauptfachabteilung Kardiologie und Pneumologie

COPD

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine Erkrankung der Atemwege, bei der es zu einer Einschränkung der Atemstromstärke und damit zur Erhöhung des aufzubringenden Widerstands bei der Atmung kommt.

In einem weiter fortschreitenden Krankheitsstadium kommt es zu vermehrten Atemnotanfällen und insbesondere im Rahmen einer akuten Verschlechterung (Exazerbationen) zu Erstickungsanfällen. Durch eine zielgerichtete Behandlung und Vermeidung der auslösenden Faktoren kann das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden

Symptome

Charakterisiert ist diese Erkrankung durch chronischen Husten, Auswurf sowie Atemnot. Es kommt fortschreitend zur Zerstörung von Lungengewebe mit dem Endstadium des Lungenemphysems. Das heißt, dass die für den Gasaustausch zur Verfügung stehende Oberfläche massiv reduziert wird. Schlussendlich kann im Endstadium ein ausreichendes Atmen nur durch die Gabe von Sauerstoff oder durch maschinelle Beatmungsverfahren gewährleistet werden.

Diagnose

An erster Stelle stehen bei der Diagnose die Durchführung von Lungenfunktionstestungen sowie die Bestimmung, wie groß die Fähigkeit der Lunge ist, Gase im Generellen  sowie insbesondere Sauerstoff und Kohlendioxid auszutauschen. Durch die Bestimmung der im Blut gelösten Gase kann das Maß der individuellen Beeinträchtigung abgeschätzt werden.
Neben der Lungenfunktionstestung ist auch die Anzahl der Exazerbationen (Verschlechterungen der COPD) ein Faktor in der Diagnostik.

Behandlung

Im Krankenhaus steht an erster Linie das Management der akuten Exazerbation der COPD - sei es durch Umwelt- und Witterungseinflüsse oder durch Infektionen, die zu einer akuten Verschlechterung einer bis dahin stabilen COPD führen können. Durch die Gabe von atemwegserweiternden Medikamenten oder Antibiotika zur Behandlung des Infekts können wir eine Besserung der Atemfunktion herbeiführen. Teilweise ist auch eine Verordnung von Heim-Sauerstoff notwendig, die durch das Krankenhaus initiiert wird.

Wenn sich die Akutsituation durch die Behandlung der chronischen COPD verbessert hat, wird der Patient wieder in die Hände seines niedergelassenen Pneumologen und /oder Hausarztes übergeben.