Hauptfachabteilung Kardiologie und Pneumologie

Lungenembolie und Thrombose

Insbesondere durch Immobilisation sowie weitere Risikofaktoren (zum Beispiel Rauchen oder Tumorerkrankungen) kann es zur Bildung von Thrombosen kommen. Nicht erkannt und behandelt können diese lebensgefährliche Lungenembolien erzeugen. Dabei löst sich ein Blutgerinnsel aus den Gefäßen der Arme oder Beine (die sogenannte Thrombose) und wird über den Blutkreislauf in die Lunge transportiert, in der sie große Lungengefäße verschließt. Dazu kommt es zur akuten Kreislaufbelastung mit schlimmstenfalls tödlichem Ausgang.

Symptome

Akute Luftnot und Schmerzen in der Brust einhergehend mit Herzrasen und einseitiger Beinschwellung gelten als klassische Symptome der Lungenembolie.

Diagnostik

Wurde der Verdacht auf eine Thrombose und Lungenembolie durch einen einfachen  Bluttest erhärtet, muss mittels Ultraschall nach einer Thrombose gefahndet werden. Die Echokardiographie zeigt das Ausmaß einer Rechtsherzbelastung durch eine Lungenembolie an, die mittels Computertomographie bestätigt werden kann.

Therapie

Nach der Stabilisierung des Kreislaufs erfolgt die Therapie der Lungenembolie durch die Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten - sei es durch Lyse-Medikamente oder Heparin. Eine länger anhaltende Blutgerinnungshemmung muss durch die Gabe von oralen Antikoagulantien auch nach dem Krankenhausaufenthalt gewährleistet werden. Des Weiteren kann durch die Anpassung von Kompressionsstrümpfen der Bildung eines postthrombotischen Syndroms vorgebeugt werden.