Hauptfachabteilung Kardiologie und Pneumologie

Pleuraerguss

Wasser auf der Lunge

Den Pleuraerguss nennt der Laie auch gerne „Wasser auf der Lunge“. Er ist eine häufige Manifestation der chronischen oder akuten Herzinsuffizienz. Doch auch neurologische Erkrankungen, Entzündungen oder Tumore können einen Pleuraerguss hervorrufen.

Symptome

Starke Atemnot und eingeschränkte Belastbarkeit einhergehend mit Rasselgeräuschen über der Lunge sind typisch für einen Pleuraerguss.

Diagnostik

Abgeschwächte Atemgeräusche oder Abschwächung des Klopfschalls über der Lunge sind erste Hinweise auf einen Pleuraerguss. Dieser wird mittels Ultraschall und Röntgenuntersuchung bestätigt.

Behandlungsmöglichkeiten

In der Therapie mit Wasser treibenden, also diuretischen, Medikamenten, die eine Resorption der Flüssigkeit in der Lunge und eine Ausscheidung über die Harnwege fördern, kann es notwendig sein, dass zur Diagnosesicherung oder zur Linderung von starker Luftnot eine sogenannte Pleurapunktion durchgeführt werden muss. Dabei wird nach örtlicher Betäubung durch eine kleine Nadel die Flüssigkeit aus dem Raum zwischen Lunge und Brustfell abpunktiert. Durch feingewebliche und laborchemische Untersuchung dieser Flüssigkeit können wertvolle Hinweise auf die Entstehung und die Ursache des Pleuraergusses erzielt werden.

Durch eine differenzierte medikamentöse Therapie kann man dem Wiederauftreten der Wasseransammlung entgegengewirken. Daneben können wir die Ursachen der Herzinsuffizienz zum Beispiel mittels Herzkatheterintervention beseitigen.